Dat olle Platt bliff imme jung

Plattdeutscher Gesprächskreis verabschiedet Pater Heinrich Preun

Pater Heinrich Preun SVD hat am 15. April 2015 die Kirchengemeinde Heilig Kreuz Richtung St. Wendel verlassen. Mit herzlichen Worten nahm Maria Schlichtmann für den Plattdeutschen Gesprächskreis Abschied von dem Steyler pissionar. Pater Preun nahm sehr gerne an plattdeutschen Abenden im Heimat- und Bürgerhaus Haus Hugenroth in Nienborg teil, denn hier konnte er mit Gleichgesinnten in geselliger Runde die Sprache sprechen, die er zu Hause in Rorup erlernt hatte.

„Wenn ih de Dör loss möken, dann göng vör uss alle de Sunn upp!“ (Maria Schlichtmann)

Plattdeutsch_Preun

Der Plattdeutsche Gesprächskreis „Wi küürt platt“ verabschiedet Pater Heinrich Preun SVD.

„Ihre herzlichen Worte machen unsere Herzen weit“, sagte Maria Schlichtmann und dankte Heinrich Preun für Gebete, Maiandachten, Weihnachtsgeschichten und Liederbücher – alles in plattdeutscher Sprache -, die er den Teilnehmern zur Verfügung stellte.
Mit der Erntedankmesse in plattdeutscher Sprache und mit seinen ergreifenden Predigten hat er die Gläubigen in der Kirchengemeinde Heilig Kreuz beeindruckt.
Auf Platt kann man sich herzlich und ehrlich ausdrücken, auch wenn es manchmal deftig klingt.
„Dat olle Platt bliff imme jung“, sagte Pater Preun SVD zu seiner Heimatsprache.
„Dieser echte Münsterländer war für uns eine große Bereicherung“, sagte Maria Schlichtmann und überreichte Pater Preun für seinen Weg nach St. Wendel einen Wanderstock, „wo etwas zu knabbeln dran“ ist und sie beglückwünschte seine zukünftigen Schäfchen zu ihrem „Seelenmeister“.
Sie wünschte ihm beste Gesundheit und als Pater Preun dann das Heimathaus verließ, verabschiedete ihn der „Plattdeutsche Krink“ mit dem Lied „Auf Wiederseh’n, Auf Wiederseh’n“.

Pater Heinrich Preun, ein exzellenter Kenner des Münsterländer Platt, hat an der Übertragung des Neuen Testamentes in die münsterländer Mundart mitgewirkt. Aus Altersgründen verließ der Steyler Missionar das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Heilig Kreuz, um seinen Lebensabend im Kloster St. Wendel im Saarland zu verbringen.